Freitag, 23. November 2012

Viermal Gold und einmal Bronze bei der DM 2011

Schon länger als zwei Jahre hat es unsere Abteilung zu diesem Zeitpunkt gegeben und wir trainierten unermüdlich um fit zu werden, jedoch ohne unsere Kräfte mit anderen zu messen. Dies sollte sich ändern, als wir Ende Juni 2011 von der ersten offiziellen Meisterschaft im Kettlebellsport erfahren haben. Schon war der Kampfgeist entfacht und wir beschlossen kurzerhand uns Ende August nach Hamburgaufzumachen. Doch vor uns lagen noch zwei lange Monate harten Trainings um uns für den Wettkampf fit zu machen. Bis zu viermal die Woche wurden mit viel Schweiß bis zur Erschöpfung die Kettlebells gerissen und gestoßen um in den zu prüfenden Disziplinen fit zu werden, nämlich dem Snatch und dem Jerk. Mit großem Erfolg, denn alle von uns steigerten ihre Leistungen erheblich, was nicht zuletzt der hervorragenden Leitung unserer beiden Trainer, Andi und Alex zu verdanken war. Zusammen mit ihnen sollte es anschließend mit dem Bus zu Johann Martin, Sportlegende und Ausrichter des Ganzen, nach Hamburg gehen wo wir, unsere beiden Trainer, Philipp, Alfons und ich, vor hatten, unsere Heimat würdig zu vertreten. Unter kamen wir in einer kleinen Pension in Hamburg, wo wir es uns als Selbstversorger gut gehen ließen. Am Wettkampftag waren alle gut gestärkt und ausgeschlafen, was ideale Bedingungen für den Wettstreit bedeutete. Ausgerichtet wurde dieser in der Turnhalle des Athletenclub Hamburg, deren Ausstattung uns Crossathleten ins Staunen brachte: Unzählige Kettlebells in allen Größen und Farben waren in den Regalen aufgereiht und schienen nur darauf zu warten dass man mit ihnen trainierte. Auch das sonstige Trainingsequipment ließ unsere Herzen höher schlagen. Vor den Zuschauerrängen waren drei Plattformen aufgebaut auf denen später die Athleten ihre Übungen absolvieren sollten, immer unter den wachsamen Augen der Schiedsrichter, die an kleinen Tischen jeweils gegenüber Platz nahmen. Kaum richtig angekommen erkannte man schon bekannte Gesichter, die man vorher nur über Internet und Co. gesehen hat, und freundete sich mit den Teilnehmern an. Das Wiegen und Registrieren war gefolgt von einer Ansprache von Johann Martin persönlich über die Regeln und Wettkampfbedingungen. Anschließend wurde noch das Publikum begrüßt und die Athleten vorgestellt bevor es dann endlich mit der ersten Disziplin, dem Jerk, also dem beidhändigen Stoßen, losgehen konnte. Mit aufmerksamen Augen wurde die Konkurrenz begutachtet, die gerade ihre Übungen absolvierte. Man merkte die Nervosität langsam ansteigen, welche aber sofort abfiel als man dann vor dem Publikum stand und es hieß: „3, 2, 1, Start!“. Sichtlich beeindruckt waren die Zuschauer besonders von Andi, der als einziger ernsthaft mit den 32kg Gewichten antrat und vor allem von Alfons, dem ältesten Teilnehmer mit über 60 Jahren, der den jungen Kerlen zeigte wo der Hammer hängt! Völlig geschafft ruhten wir uns in der 60-minütigen Pause aus, bevor es an die zweite Disziplin des Biathlons ging: den Snatch, also einarmiges Reißen. Alle gaben noch einmal alles und zeigten, was sie sich in den letzten Monaten erarbeitet hatten.Wir taten alle unser Bestes und sind recht zufrieden mit unseren Ergebnissen, welche in der anschließenden Siegerehrung verlesen wurden: Viermal Gold und einmal Bronze. Das kann sich sehen lassen! Jeder normale Mensch hätte sich jetzt erschöpft ins Bett fallen lassen, doch wir wollten es noch einmal wissen und starteten Abends zu einer Erkundungstour durch Hamburg. Die zehn Stunden Fahrt sollten sich ja auch gelohnt haben. Nach einem reichhaltigen Abendessen wurde der Hafen und anschließend die legendäre Reeperbahn unsicher gemacht, wo wir das Hamburger Nachtleben kennenlernten. Und als ob uns das alles nicht gereicht hätte hatte wohl die Stadtluft ein paar Verrückte auf die Idee gebracht um Mitternacht noch einen Abstecher nach Sankt Pauli auf den Jahrmarkt zu machen. Nach einer schnellen Runde auf der „Todesschaukel“ waren nun aber auch die Letzten bereit, sich froh, aber doch sehr erschöpft ihrem Bett hinzugeben.
  
Alles in allem kann man sagen, dass die Fahrt nach Hamburg ein voller Erfolg war und auf jeden Fall nächstes Jahr wiederholt wird, wenn zur zweiten Meisterschaft im Kettlebellsport aufgerufen wird. An dieser Stelle möchte ich mich auch im Namen des gesamten Teams für das Sponsoring der brandneuen Trainingsanzüge von teamsport-sponsoring.de und Lasermarking, die Bereitstellung des Busses durch den TSV-Gilching und natürlich für die Gastfreundschaft der Hamburger herzlichst bedanken! Bis nächstes Jahr!
Ihr Team Crossathletik
Lukas Schrafstetter

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